Rezensionen

Zu den folgenden Titeln liegen Rezensionen vor:

Buddha - rezensiert von Irene Salzmann

Siddhartha Gautama (ca. 563 - 483 v. Chr.) wurde als Sohn einer angesehenen Adels-Familie im heutigen Nepal geboren. Die Erkenntnis, dass das Leben voller Leid ist und auch auf ihn nur das Alter und der Tod warteten, veranlasste ihn, im Alter von 29 Jahren sein wohlbehütetes Dasein aufzugeben und als Bettelmönch umherzuziehen. Er hoffte, durch Meditation Erlösung zu finden, stellte aber bald fest, dass auch strenge Askese ihn seinem Ziel keinen Schritt näher brachte. Mit 35 Jahren erlangte er Erleuchtung und wurde ein Buddha, der von allen Leiden und vom Samsara, der ewigen Wiedergeburt, befreit ist.

Seine Lehre, den Dharma, erläuterte Buddha seinen Schülern: Weder die Hingabe an die Sinnesfreuden, noch körperliche Tortur führen zur Erleuchtung. Richtig ist der mittlere Weg. Wer die Wahrheit vom Leiden, die Wahrheit der Ursache des Leidens, die Wahrheit der Aufhebung des Leidens und die Wahrheit des Weges, der zur Aufhebung des Leidens führt, erkennt, kann durch den achtfachen Pfad Befreiung erreichen.

Buddha versteht sich selbst nicht als Erlöser oder Religionsstifter, sondern als Lehrer, der allen Leidenden den Weg aufzeigt, aber die Erlösung muss jeder selbst erlangen. Seine Lehre basiert auf ethischen Prinzipien, die das friedliche Zusammenleben erleichtern und menschliche Schwächen wie Gier, Hass, Eifersucht usw. zu kontrollieren versuchen. Wer nicht an materiellen Dingen haftet, erlangt die Erlösung schneller als jemand, der das Vergängliche nicht aufgeben mag und sich seinen Leidenschaften hingibt.

Nach Buddhas Tod verbreitete sich der Buddhismus durch seine Schüler von Indien aus in alle Himmelsrichtungen. Man unterscheidet drei Hauptformen: Hinayana, die Schule der Traditionalisten, die als höchstes Ziel das Nirvana anstrebt, Mahayana, die Schule der Reformer, die die vollkommene Erleuchtung eines Buddhas zum Ziel hat, und Vajrayana, die Schule, die durch Meditationsübungen und Rituale im Einklang mit Körper und Natur zur Erleuchtung gelangen will.

Im Laufe der Jahrhunderte haben sich viele weitere Strömungen gebildet, und auch die ursprünglichen Religionen der Länder, in denen der Buddhismus Fuß fasste, hinterließen ihre Spuren.

Als Sinnbild Buddhas und seiner Lehre findet man überall, wo es Gläubige gibt oder gab, Votivbauten, die Stupas. Manche sind nur wenige Zentimeter hoch, andere gigantisch und begehbar. Bedeutung und Zweck der Stupas sind mannigfaltig. Im Vordergrund steht der Symbolcharakter; die Interpretation ist abhängig ist vom jeweiligen Betrachter bzw. Benutzer. Bereits der variable Aufbau eines Stupa vom Sockel bis zur Spitze bietet zahlreiche Deutungsmöglichkeiten.

Der vorliegende Band "Buddha" ist grob in zwei Abschnitte gegliedert: Im ersten Teil wird die Lehre Buddhas erläutert, und im zweiten wird versucht, dem interessierten Leser die optische Form der Lehre, die Stupas, nahe zu bringen. Unterstützt werden die Texte durch zahlreiche Fotos, Karten und Zeichnungen.

Im Anhang findet man einige Worte zur Entwicklung des Buddhismus in Deutschland, Adressen von buddhistischen Zentren und Lehrmeistern, sowie ein Verzeichnis weiterführender Fachbücher.

Das wunderschön gestaltete und überaus informative Buch wendet sich nicht nur an all jene, die durch Meditation zur inneren Ruhe finden wollen, sondern auch an Personen, die beruflich mit Religion, Architektur und den Kulturen Asiens zu tun haben oder sich privat für diese Themen interessieren. Die fundierten Fachkenntnisse der Autoren erlauben es dem Leser, neues Wissen zu erwerben und in eine faszinierende Philosophie einzutauchen. (IS)

Klangschalen - mit allen Sinnen spielen und lernen

Peter Hess & Petra Emily Zurek
Klangschalen – Mit allen Sinnen spielen und lernen Kösel-Verlag, München, aktualisierte Neuausgabe: 7/2008 (Originalausgabe: Verlag Peter Hess, Schüttdorf, 2005)
HC, Sachbuch, Therapie, Meditation, Psychologie, Wellness, kreatives Spielen, 978-3-466- 30815-6, 118/1595
Titelgestaltung von Kaselow Design, München unter Verwendung von Motiven von Getty Images und Sandra Lorenz
Fotos im Innenteil von Fabian Valentin, Kassel und Archiv Institut für Klang-Massage-Therapie, Uenzen
www.koesel.de
www.verlag-peter-hess.de

In Indien, Nepal und Tibet glaubt man, dass der Kosmos aus Klang entstanden ist. In Folge haben Klangschalen in dieser Region eine Tradition, die viele Jahrtausende zurückreicht - und schon damals kannte man die heilende Wirkung der Klänge. Inzwischen weiß man auch im Westen, dass Klänge eine wohltuende Wirkung auf das Befinden haben, so dass Klangschalen zunehmend in der Psychiatrie und Therapie eingesetzt, aber auch als Begleitung gewählt werden für eine entspannte Geburt, als Beistand nach einem Sterbefall und in vielen anderen Situationen des täglichen Lebens.

Kindergärten und Schulen haben die Klangschalen und ihre Vielfältigen Möglichkeiten ebenfalls entdeckt, um beruhigend auf hyperaktive Kinder einzuwirken, die Konzentration und Wahrnehmungsfähigkeit zu fördern, einen strukturierten Tagesablauf herzustellen, über das gemeinsame Erleben das Sozialverhalten zu verbessern – um nur einige Beispiele zu nennen.

Dafür benötigt werden Klangschalen in verschiedenen Größen, mehrere Schlägel und gegebenenfalls zusätzliche Gegenstände wie Tücher, Schalen, Glöckchen, Steine, Sand, Wasser, Aquarellfarben usw. Das Buch gibt Anleitung für verschiedene Spiele, die man selbst mit etwas Phantasie variieren kann:

In dem man die Klangschale leicht oder kräftiger und mit verschiedenen Gegenständen oder den Fingern schlägt, erzeugt man unterschiedliche Töne und Schwingungen, die man hören und fühlen kann; auf diese Weise lassen sich die Sinne trainieren. Der Gleichgewichtssinn und die Koordinationsfähigkeit werden verbessert, folgt man mit verbundenen Augen dem Klang. Zur Beruhigung lassen sich Phantasiereisen unternehmen, die vom sanften Klang der Schale begleitet werden. Die Klangmassage wirkt entspannend, lässt man sich die Schale auf den Körper legen und sie leicht schlagen. Gemeinsames Musizieren in einem Klangschalen-Orchester fördert soziale Kontakte und die Freude an der Musik.

Diese und viele weitere Spiele, die sich besonders für Kinder eignen, werden ausführlich in „Klangschalen“ vorgestellt und durch farbige Fotos veranschaulicht. Darüber hinaus findet man Wissenswertes über die Herkunft und die Herstellung der Klangschalen, so dass man die neugierigen Fragen der Kinder problemlos beantworten kann. Bezugsquellen und Informationen zu praktischen Seminaren runden ab.

„Klangschalen“ ist ein interessantes Buch für Pädagogen, Psychologen und all jene, die sich mit Meditation und Wellness beschäftigen. Gerade in der heutigen Zeit, die mit immer neuen Stressfaktoren die physische und psychische Gesundheit belastet, sind Momente der Entspannung besonders wichtig – für sich selbst und im Familienkreis. Schade, dass es das Buch nicht im Set mit einer kleinen Klangschale und dem passenden Schlägel für erste Experimente gibt. (IS) Quelle: "Rattus Libri 59", Irene Salzmann (IS)
www.rattus-libri.buchrezicenter.de
Kontaktadresse: dieleseratten@yahoo.de
Erscheinungsdatum: Anfang Januar 2009


Kunst im Ritual

Der Architekt Niels Gutschow bereist seit Jahren regelmäßig die Region Bhaktapur in Nepal, fasziniert von diesem Land, seinen Bewohnern und ihrer Kultur, insbesondere ihrer Kunst und ihren Bauwerken (in Niels Gutschow, Beatrice Knechtle & Andreas Kretschmar: "Buddha - Leben, Lehre, Votivbauten, Orte der Begegnung", Verlag Peter Hess erläutert er ausführlich die Geschichte und Bedeutung der Stupas).

In "Kunst im Ritual" stellt der Autor die traditionellen Werke der newarischen Chitrakar vor, die ihre Arbeiten mit den wiederkehrenden religiösen Ritualen in Einklang bringen und sich dabei an Jahrhunderte alten Überlieferungen orientieren. Die Freundschaft zu Madhu Chitrakar erlaubte Niels Gutschow umfassende Einblicke in die Arbeitsweisen der newarischen Maler und ihre Zeremonien.

Über die Newars ist wenig bekannt. Seit über zweitausend Jahren siedeln sie in Bhaktapur, Kathmandu und Patan. Sie zählen zur tibeto-burmanischen Sprachgruppe. Beeinflusst wurde ihre Kulter von Indien und Tibet. Charakteristisch für die Newars sind dicht besiedelte Städte mit bis zu dreigeschossigen Häusern, die sich um kleine Innenhöfe gruppieren, aber Raum für öffentliche Plätze lassen, auf denen Volksfeste, religiöse Feierlichkeiten und Stadtrituale zelebriert werden.

Die Bevölkerung ist gemäß der jeweiligen Religion und den ausgeübten Berufen in kastenähnliche Gruppen unterteilt. Es gibt keine strikte Trennung zwischen Hinduismus und Buddhismus; beide Religionen existieren gleichberechtigt nebeneinander und ergänzen sich im alltäglichen Leben.

Eine besondere Stellung nehmen die Chitrakar, die Maler, ein. Sie sind nicht nur Handwerker und Künstler, sondern auch Heiler und Ritualspezialisten. Neben den profanen Arbeiten gehen sie religiösen Pflichten nach, die seit Generationen denselben strengen Regeln folgen. Die in den Familien vererbten Hand- und Modellbücher geben Motive und Farben für die notwendigen Ritualobjekte und die Restaurierung sakraler Kunstwerke vor, die daher über Jahrhunderte hinweg kaum Veränderungen erfuhren.

Niels Gutschow stellt die wichtigsten Rituale der Newars vor und erläutert die Bedeutung der abgebildeten Kunstwerke. Weit mehr als hundert farbenprächtige Fotos, z.T. ganzseitig, dokumentieren das Schaffen der Chitrakar. Fresken, kolorierte Holzdrucke, Skulpturen u.v.m. erlauben dem Betrachter, ein wenig von den Traditionen eines nahezu unbekannten Volkes zu erahnen.

Der informative Bildband wendet sich an die Sammler aufwendig gestalteter Kunst-Bildbände und an alle, die sich beruflich oder privat mit den Kulturen Asiens befassen, allgemein an Kunst, Geschichte, Religion und Philosophie interessiert sind.

"Kunst im Ritual" ergänzt "Buddha - Leben, Lehre, Votivbauten, Orte der Begegnung", da hier ein weiterer Teilbereich der Traditionen und der Kunst der Völker des Himalaya-Raumes behandelt wird. (Irene Salzmann)

Klang und Klangmassage in der Pädagogik

Klangmassage und Klangpädagogik nach Peter Hess® wird in Kindergärten, Hort und Schule immer mehr eingesetzt. Der Umgang mit Klang macht Kindern besondere Freude. Kinder fühlen sich im Klang wohl und geborgen. Dieses Buch gibt Erfahrungsberichte weiter an Ausgebildete und die Öffentlichkeit. Sie zeigen die Bandbreite der Einsatzmöglichkeiten - von der Geburtsvorbereitung, Förderung von Kleinkindern, Einsatz in Kindergarten und Schule, Förderung in der Heilpädagogik, bei Behinderten bis hin zur Unterstützung in psychiatrischen Einrichtungen.

Quelle: Fachmagazin not für Schädel- Hirnverletzte und Schlaganfallpatienten sowie deren Angehörige, Pflegekräfte, Therapeuten, Ärzte, Akut-Kliniken, Rehabilitationseinrichtungen, Therapie- und Pflegeheime ISSN 1616-2234, Ausgabe 3/2006 - Mai/Juni

Klangschalen

In Ihrem Buch "Klangschalen mit allen Sinnen spielen und lernen" stellen die Autoren Petra Emily Zurek und Peter Hess Spiele mit Klangschalen vor, die aus langjähriger praktischer Arbeit mit Kindern und häufig auch aus den Ideen der Kinder entstanden sind. Die Spiele sind in erster Linie auf die Lernförderung und Entspannung von Kindern ausgerichtet, aber auch Erwachsene werden ihre Freude daran haben. Ergänzt wird das Buch durch Informationen über die exotischen Instrumente, ihre Geschichte und Herstellung.

Quelle: Fachmagazin not für Schädel- Hirnverletzte und Schlaganfallpatienten sowie deren Angehörige, Pflegekräfte, Therapeuten, Ärzte, Akut-Kliniken, Rehabilitationseinrichtungen, Therapie- und Pflegeheime ISSN 1616-2234, Ausgabe 3/2006 - Mai/Juni

Leander und die Klangschalen oder wie man mit Klang Freunde finden kann

Leander ist ein behüteter Junge, der durch seine Mutter schon früh die faszinierende Welt des Klanges kennen gelernt hat. In seinem Zuhause gibt es einen Raum voller Kissen, Decken und bunten Stofftüchern, in den er sich zurückziehen darf, wann immer er aufgeregt, traurig oder glücklich ist. Allein oder mit seiner Mutter zusammen spielt er dort mit den vielen Klangschalen, Gongs und Zimbeln.

Das Einzige, was Leander fehlt, ist ein Freund. Eines Tages trifft er Max am See. Dieser ist ein Außenseiter, denn er interessiert sich nicht für die Spiele der anderen Kinder sondern fürs Angeln. Es dauert einige Tage, bis Max Leander an sich heran lässt und ihm von seinem Hobby erzählt. Im Gegenzug nimmt Leander Max zu sich nach Hause und zeigt ihm das besondere Zimmer. Nach einer Weile verliert Max seine Scheu und beginnt mit Leander zusammen, die Welt des Klangs zu erforschen.

Die märchenhafte Geschichte von Anna Rose Avramidis ist eigentlich keine Vorlesegeschichte in dem Sinn sondern eine kindgerechte Hinführung an das Spiel mit Klangschalen. Der Text beinhaltet genaue Beschreibungen, wie man ein Zimmer für entspannende Stunden atmosphärisch passend einrichten und das Interesse von Klein- und Schulkindern an dem experimentell-spielerischen Umgang mit Klangschalen wecken kann. In einfachen Worten wird auch erklärt, woher diese Instrumente stammen, woraus sie gemacht sind und welchem Zweck sie dienen. Einige Beispiele, wie man mit ihnen spielen kann, regen dazu an, sich weitere Möglichkeiten einfallen zu lassen.

Anna Rose Avramidis ist Autorin, Malerin, Musikerin, ausgebildete Erzieherin und Klangpädagogin. Mit ihrem Buch wendet sie sich an Kindergärten, therapeutische Einrichtungen und auch an Familien. Die Freude an der Musik und das Spiel mit wohlklingenden Instrumenten leisten bei schüchternen, introvertierten und hyperaktiven Kindern einen wichtigen Beitrag, Hemmschwellen abzubauen und Ruhe zu vermitteln. Auch in der Geschichte von Leander sind es zwei Einzelgänger, die schwer Kontakt zu ihren Mitschülern finden und als kompliziert gelten, die durch die Welt des Klangs aufblühen und Freundschaft knüpfen.

Der Anhang des Buches liefert weiter Informationen und Adressen zum Thema Klangschalenpädagogik nach Peter Hess®.
Das Buch macht nicht nur Kinder neugierig. Daher wäre es schön, wenn es dieses auch im Set mit einer Klangschale geben würde, so dass man gleich mit dem Experimentieren beginnen könnte. (IS)

Shiva's Places - Shiva's Orte: Lingas and Rituals in Benares

Eine prächtige Landkarte von Benares aus dem 19. Jahrhundert, auf der alle heiligen Orte verzeichnet sind, veranlasste den Architekten Niels Gutschow, sich auf die Suche nach diesen segenreichen Plätzen zu begeben: Tempel, Teiche, Brunnen usw. Nicht nur wollte er eine topographische Karte erstellen, mit deren Hilfe jeder interessierte Besucher die Stätten leicht würde finden können, er plante auch, mit dem Kamera-Team von Christian Bau jedes dieser Heiligtümer zu dokumentieren.

Ausgangspunkt für die Suche war ein Tempel, der in 301 Nischen Symbole und Abbildungen aller heiligen Orte von Benares zeigt - eine Karte in Stein. Schon die Umrundung dieses Gebäudes bedeutet Segen für den Pilger und ersetzt praktisch eine Reise zu all jenen Tempeln und Plätzen. Ob vielleicht auch das Betrachten eines Films über diese Orte segensreich sein kann? Tatsächlich ist es der offene Geist des Gläubigen, der das Besondere einer geweihten Stelle erfasst, ob er sie nun persönlich aufsucht oder Dank einer Abbildung ihren Segen erfährt.

In Englisch und in Deutsch schildern die Autoren ihre Reise und die Eindrücke, die sie sammeln konnten, belegt durch zahlreiche, passend ausgewählte Fotos von den Menschen und den Symbolen ihres Glaubens.

Laut den Legenden erhob sich einst Shiva in Form eines Lichtschafts in dieser Region aus dem Urozean. In Benares, auch 'die Stadt des Lichts' genannt, wird diese Gottheit besonders verehrt. Es gibt über 300 besondere Plätze, an denen Shivas ewige Präsenz zu spüren ist. Die Lingas, phallusförmige heilige Steine, die Shivas Geheimnis bergen, weisen darauf hin, dass man sich an solch einem besonderen Ort befindet, der Segen und Befreiung bietet.

Der Hinduismus ist eine Religion zum Anfassen, bei der jeder Gläubige aktiv werden darf. Es gibt keine festgelegten Zeremonien, stattdessen wird der Glaube individuell erlebt und durch das Ritual zum Ausdruck gebracht. Das Ritual selbst erweist sich als Kunst, und jeder Gläubige wird zum Künstler, ob er nun seine Verehrung durch Gebete und Gesten, durch Tanz und Gesang oder das Schmücken der religiösen Symbole mit Blumen, Feuer und Wasser zeigt.

Farbenprächtige Fotos von reich geschmückten Tempeln, Skulpturen und Lingas zeugen von einer beeindruckenden Kreativität und aktiven Hingabe an den Glauben. Auf zumeist ganzseitigen Abbildungen kann man die sakrale Kunst in mannigfaltigen Formen bewundern, wobei den Lingas besondere Aufmerksamkeit gewidmet wurde.

Was man im Buch gelesen hat, wird auf der DVD visuell wiedergegeben. Über 80 min lang kann man das Team von Niels Gutschow und Christian Bau auf ihrer Reise begleiten, einige der prächtigsten Tempel bewundern, zusehen wie große und kleine Lingas phantasievoll geschmückt und allein oder in der Gruppe als Symbols Shivas verehrt werden.

Nach den einleitenden Worten - man kann zwischen Deutsch und Englisch wählen - läuft der Original-Ton, der einen Eindruck vom lebhaften Treiben in Benares und am Ufer des Ganges sowie von den Ritualen der Gläubigen vermittelt. Schritt für Schritt kann man die Beschreibungen aus dem Buch nachvollziehen und Szenen, die auf den Fotos festgehalten wurden, wieder erkennen.

Dieses aufwändig gestaltete Buch mit DVD aus dem Verlag Peter Hess wendet sich an die Freunde schöner Fotobildbände und Dokumentarfilme, an Kunstliebhaber, Religionswissenschaftler und Reisende, die Nepal von einer Seite kennen lernen wollen, die den Touristen für gewöhnlich verborgen bleibt.

Buch und DVD ergänzen sich und wecken die Neugierde auf ein nahezu unbekanntes, faszinierendes Land, über das man gern mehr erfahren möchte. Die Literatur-Hinweise am Ende sind hierfür sehr nützlich. (IS)

Quelle: Rezension von Irene Salzmann in der Rattus Libri 8 Ausgabe, August 2006 erschienen

Verabschiedung der Toten - Rituale der Newars in Bhaktapur, Nepal

Jeder Mensch geht anders mit der Trauer um Verstorbene um - und so, wie es in seinem Kulturkreis üblich ist. Während wir den Tod als etwas Beängstigendes empfinden und ihn gern verdrängen, wird er von anderen Völkern als ein natürlicher Bestandteil des Lebens betrachtet und akzeptiert. Dies bringen die damit verbundenen Rituale und Feste besonders deutlich zum Ausdruck.

Christian Bau und Niels Gutschow wohnten den Bestattungsriten der Newar bei und erhielten die Erlaubnis, die Zeremonien zu filmen. So entstand eine beeindruckende Dokumentation über die Bewohner der Region Bhaktapur und ihre Einstellung zu Leben und Tod, die Verehrung der Ahnen, kunstvolle Rituale, die teils konkreten Regeln folgen, teils von spontanen Handlungen bestimmt werden.

Auch bei den Newars kennt man das Trauerjahr, das jedoch in verschiedene Abschnitte unterteilt ist, denen jeweils bestimmte Rituale zugeordnet sind, die den Hinterbliebenen helfen, Abschied zu nehmen, und dem Verstorbenen die letzte Ehre erweisen auf seinem langen Weg in eine der Welten der Toten. Dabei werden die Götter gnädig gestimmt, damit sie sich der Seele wohlwollend annehmen, böse Geister werden verscheucht, und dem geliebten Menschen werden symbolisch all die Dinge mitgegeben, die er auf seiner Reise und im Jenseits braucht. Darüber hinaus wird die Verbindung zwischen ihm und den Ahnen hergestellt, mit denen er sich vereinen soll.

Da der Tod Unreinheit über eine Familie bringt, sind Reinigungszeremonien notwendig, die von Priestern und Reinigungsspezialisten durchgeführt werden. Im Mittelpunkt des Rituals befindet sich jene Person, die dem Toten am nächsten steht, meist der Vater oder der Sohn, denn nur die männliche Linie kann im Ahnenkult vermitteln. Eine besondere Bedeutung kommt dabei dem Ritual der Kloßgemeinschaft zu. Es spielt keine Rolle, ob sich eine Familie zum Buddhismus oder Hinduismus bekennt, die Zeremonien sind dieselben.

Einmal im August findet ein großes Fest statt, Gaijatra, anlässlich dessen allen in diesem Jahr gestorbenen Menschen gedacht wird. Die Prozession ist bunt und fröhlich und kehrt praktisch die Trauer um. Parallel dazu wird im Rahmen des ewigen Kreislaufs des Werdens und Vergehens auch an neues Leben gedacht und um männliche Nachkommen gebetet.

Der Film veranschaulicht in dezenten Bildern die Rituale, und das informative Booklet fasst das Wesentliche noch einmal zusammen, ergänzt durch Fotos, zusätzliche Erklärungen und eine kleine Bibliographie.

Die auch optisch ansprechend gestaltete DVD wendet sich vor allem an Religionswissenschaftler und Ethnologen, aber auch an jene, die sich mit den Kulturen Südasiens befassen, und an Globetrotter, die mehr über das Land, das sie bereisen, und seine Menschen erfahren wollen, als das über die gängigen Pauschalreisen möglich ist.

Mit dieser DVD wird keine Patentlösung offeriert, wie man hier mit seiner Trauer besser zurecht kommen kann, aber vielleicht gibt sie einige Denkanstöße, wie man selbst durch angemessene Rituale leichter den Abschied verkraften kann. (IS)

Quelle: Irene Salzmann, erschienen in Rattus Libri 10

Im Land des Klangzaubers

Ulrich Preisberger:

"Das schönste Buch über Klangschalen, dass ich kenne", 5. Januar 2007

Im Land des Klangzaubers von Martina Jaekel

"Ich habe das Buch geschenkt bekommen und kann nur sagen: "Hervorragend". Es sind so wunderschöne Geschichten mit Tieren als Hauptfiguren in dem Buch. Es ist das Richtige Buch für jemanden, der gern auf Phantasiereisen geht. Für mich wäre dieses Buch die Pflichtlektüre für jeden Kindergarten mit Kindern ab 3 Jahren, in dem Erzieher und Erzieherin mit Klangschalen arbeiten. Ebenso ist es geeignet für die unterhaltende Arbeit mit Senioren.

(Quelle: (C) www.Amazon.de

Irene Salzman:

Die Autorin Martina Jaekel wuchs mit phantasievollen Märchen auf und begann, dadurch inspiriert, früh selbst Gedichte zu schreiben. Als sie auf die Klangschalen stieß, die zunehmende Bedeutung in der therapeutischen Behandlung gewinnen, entstanden märchenhafte Erzählungen, in denen diese Instrumente eine tragende Rolle spielen. Die Geschichten wenden sich nicht allein an jung gebliebene Erwachsene, sondern eignen sich auch zum Vorlesen im Kindergarten und in der Grundschule.

Illustriert wurde das Buch von Anna Rose Avramidis, von der im Verlag Peter Hess bereits das Kinderbuch "Leander und die Klangschalen" erschienen ist, das zum spielerischen Umgang mit den Instrumenten anregt.

Zwanzig Kurzgeschichten haben Eingang in den Band "Im Land des Klangzaubers" gefunden. Die meisten der Erzählungen spielen auf den Wurzeln der Klangschalen in Fernost an. Es treten charakteristische Protagonisten wie der kleine Mönch oder die Seidenstickerin auf neben vermenschlichten (Phantasie-) Tieren, die vergleichbare Sorgen und Nöte kennen. Diese lassen sich meistern, wenn man den beruhigenden oder anregenden Tönen der Klangschalen lauscht, sich entspannt, Freude schenkt und selbst empfindet.

In "Die Klangpost ist da" betreibt ein Zwergbergschweinchen ein erfolgreiches Postunternehmen. Als es die Kunden immer eiliger haben, wechseln sie von der zuverlässigen Schneckenpost zu den Windhunden, die jedoch häufig die Sendungen verlieren oder demolieren. Als aus der Schnecken- die Klangpost wird, kehren die Kunden zurück und nehmen sich wieder Zeit für die schönen Dinge im Leben.

"Ein Schälchen für Mei-Lin" voller Bambussprossen ist nicht gerade nach des kleinen Pandabären Geschmack, doch als er entdeckt, dass die Schale Töne von sich gibt, die umso schöner klingen, wenn alles aufgegessen ist, wird das Gemüse immer ordentlich verzehrt.

Das Eichhörnchen Stöpsel bekommt von seiner exzentrischen Tante eine Klangschale geschenkt, die sein liebstes Spielzeug ist. Als die Familie umzieht, muss er sie zurücklassen. In der Fremde ist es gar nicht schön, und in seiner Sehnsucht baut Stöpsel aus Schnee "Die Winterschale", auf deren Töne seine Klangschale daheim antwortet. Dieses Wunder veranlasst die Familie, schnell nach Hause zurückzukehren - und jeder weiß nun, wie wertvoll das Geschenk der Tante ist.

Nurgli, "Die kleine Seidenstickerin", verlässt ihre Familie, um in der Stadt ihren Lebensunterhalt zu verdienen. Bei einem alten Schneider findet sie eine Anstellung. Schnell spricht sich herum, wie kunstfertig Nurgli ist. Schließlich gibt sogar der Kaiser einen Mantel in Auftrag, aber - o weh! - Nurgli hat alle Ideen aufgebraucht. Die kleine Katze weiß Rat: Sie bringt ihrer Herrin eine Klangschale, und plötzlich weiß Nurgli, wie sie den Mantel besticken soll.

Die Autorin verarbeitet bekannte Motive aus dem Märchenreich wie die drei Müllersöhne, die eine Aufgabe erledigen müssen, damit das Erbe gerecht geteilt werden kann, aber auch Alltägliches wie den Ärger mit der unzuverlässigen Post, die Notwendigkeit, wegen der Arbeit das langjährige Heim aufgeben zu müssen, oder die Schönheit des Klanges von Kirchenglocken/Klangschalen.

Ihre Charaktere, ob es nun Menschen oder Tiere sind, erscheinen oft als Außenseiter, darunter das kurzsichtige Eichhörnchen, der kleinste und schwächste Maulwurf oder das Heimchen am Herd, das nicht die gewünschte Beachtung von der geliebten Grille erhält, die sich stattdessen nach der unerreichbaren Prinzessin sehnt. Vor allem Kinder können sich leicht in die Rolle der Anti-Helden versetzen, die Trost finden durch die Klangschalen und schließlich mit guten Ideen beweisen, dass jeder einen Platz in der Gesellschaft verdient hat.

Kleine Wortspiele wie "Schneckenpost" und "Heimchen am Herd" implizieren eine Kritik, die jedoch nur im Rahmen des Notwendigen zum Tragen kommt - schließlich dreht sich alles um den besonderen Zauber der Klangschalen.

Wer märchenhafte Geschichten schätzt und sich für das Spiel mit den Klangschalen interessiert, wird sicher früher oder später auch diesen Titel für sich entdecken. Zusammen mit einer Klangschale ist das Buch ein schönes Geschenk nicht nur für Kinder. Ein Anhang gibt Auskunft, wo man weitere Informationen und die entsprechenden Produkte erhalten kann. (IS)

Quelle: © Irene Salzmann, Ausgabe: Rattus Libri 13

Heilende Klänge - Der Gong in Therapie, Meditation und Sound Healing

Die Bezeichnung 'Gong' stammt aus dem indonesischen Sprachraum. Es handelt sich bei diesem Instrument um ein Idiophon (Selbstklinger), das aus Bronze gehämmert und gegossen ist. Üblicherweise sind Gongs rund, schalenförmig mit unterschiedlicher Tiefe, mit und ohne Buckel; man findet sie an Gestellen senkrecht hängend und waagrecht liegend. Geschlagen werden sie mit der bloßen Hand oder mit Klöppeln aus variierenden Materialien. Man unterscheidet zwischen dem Gong, einem Instrument mit Buckel und definierter Tonhöhe, und dem Tamtam, einem flachen, buckellosen Idiophon, dessen Klang in viele Partialtöne zerfällt. Gemäß ihres Herkunftslandes, ihrer Form und ihres Klangs haben sie verschiedene Bezeichnungen.

Der Gong gilt als eines der ältesten Musikinstrumente. Seine Wurzeln lassen sich nicht genau zurückverfolgen, doch geht man von vier Hauptentstehungszentren aus: Burma, China, Assam und Java. Es wird vermutet, dass sich die Kunst, Gongs herzustellen, ab dem 2. Jahrtausend v. Chr. von diesen Regionen aus verbreitet hat. Funde belegen, dass man den Gong sehr früh auch schon in Korea, Kambodscha, Vietnam, Tibet, Indien, Thailand und Japan kannte, mehr als Signal- denn als religiöses Musikinstrument. Sogar im griechischen und römischen Reich wurde er bei Kulthandlungen eingesetzt.

Im 16. Jahrhundert gelangte der Gong über den Seeweg nach Europa. Etwa gegen Ende des 18. Jahrhunderts fand er Eingang in die Musik, u. a. durch Francois Joseph Gossec und Claude Debussy, später durch Giacomo Puccini, Richard Strauss, Carl Orff. Ab den 50er Jahren beeinflussten die Instrumente aus Asien den Jazz und den Pop. Miles Davis, die Beatles, Frank Zappa und Jimmy Hendrix sind nur einige Künstler, die mit dem Gong experimentierten.

Die Herstellung eines Gongs geschieht in langwieriger, präziser Handarbeit. Der traditionelle Gongschmied gilt zugleich als Künstler, der ein heiliges Instrument mit magischen Kräften erschaffen kann. Der Gong findet Einsatz vor allem im Gamelan-Orchester und in experimenteller westlicher Musik, als Zeit-/Signalgeber und zunehmend in der modernen Therapeutik, da die Klänge und Schwingungen sich nachweislich positiv auf das Wohlbefinden eines Menschen und auf psychische Erkrankungen auswirken, ein Fakt, der in Asien schon lange bekannt ist. Durch die Industrialisierung kommen jedoch vermehrt Instrumente von minderer Qualität auf den Markt, während das alte Handwerk auszusterben droht.

Das vorliegende Buch enthält eine Sammlung von Aufsätzen über die Herkunft und Verbreitung des Gongs sowie seine vielfältigen Einsatzmöglichkeiten in der Therapie, belegt durch Sitzungsprotokolle mit Patienten. Für den Laien, der sich mit der Thematik noch nie befasst hat, ist dieses Buch nur schwer verständlich. Tatsächlich richtet es sich an ausgebildete Fachkräfte, die Erfahrung mit Musik in der Therapie haben und die sich fortbilden wollen, mit Schwerpunkt Klangmassage, Klangtherapie, Gongspiele.

So kann man "Heilende Klänge" auch nur Medizinern, Heilpraktikern, Therapeuten und Pädagogen empfehlen, die bereits ein Basiswissen mitbringen, während interessierte Laien sich vermutlich leichter tun, wenn sie durch Kurse und allgemeiner formulierte Titel in die Materie einsteigen. Entsprechende Literatur-Hinweise und Adressen am Ende jedes Kapitels helfen weiter. (IS)

Die heilende Kraft der Klangmassage

Südwest-Verlag, München, 9/2006
PB, Medizin/Therapeutik, 3-517-08214-7/978-3-517-08214-1, 98/1795
Umschlaggestaltung von R. M. E. Eschlbeck/Kreuzer/Botzenhardt
Fotos von Marcel, Weber, Peter Hess, Michael Kapinski, Christina Koller, Marlene Gemke, Fabian Valentin
Beilage: Audio-CD von carthago media projects, Hamburg, ca. 60 Minuten Spieldauer, Sprecherin: Petra Emily Zurek, Klangspiel: Peter Hess

Heilung durch den Klang und die Schwingungen der Töne ist eine Therapie, die ihren Ursprung in Asien hat, genauso wie die Klangschalen, die dabei zur Anwendung kommen. Die ältesten Funde von Vorläufern der heutigen Klangschale stammen aus Japan, China und Annam und werden auf ca. 3500 v. Chr. datiert. Man setzte sie in Tempeln bei Ritualen und zur Meditation ein.

Nicht alle Klangschalen sind für die Therapie geeignet, denn sie müssen bestimmte Voraussetzungen erfüllen: Beim Anschlagen mit den Fingern oder einem passenden Schlägel sollen sie einen lang anhaltenden, angenehmen Ton erzeugen, der einen hohen Anteil von Obertönen besitzt und frei ist von störenden Nebengeräuschen. Von der Klangschale müssen Schwingungen ausgehen, die eine massierende Wirkung auf den Körper ausüben.

Seit die alte Handwerkskunst der Klangschalen-Herstellung, der auch etwas Mystisches anhaftet, mehr und mehr in Vergessenheit gerät und dafür Billigprodukte aus Fabriken in den Handel gelangen, wird es immer schwieriger, Klangschalen zu finden, die für die Therapie geeignet sind. Um dem Problem abzuhelfen, lässt Peter Hess seit 1997 in Nepal und Indien Klangschalen nach alter Tradition fertigen. Es gibt sie in verschiedenen Größen und entsprechend variierenden Tönen für die unterschiedlichen Anwendungsgebiete.

Die von Peter Hess in langen Jahren entwickelte Klang-Therapie versteht sich nicht als ein Allheilmittel, schon gar nicht für ernste Krankheiten, die von einem Arzt behandelt werden müssen. Sie dient als unterstützende Therapie bei psychischen Problemen, Verspannungen und Schmerzen. Ihr Ziel ist, den Körper und den Geist zu entspannen, die Harmonie im Innern wiederherzustellen, Ruhe und Wohlbefinden zu erzeugen.

Dabei werden nicht allein angenehme Töne, die nur durch ein richtiges Anschlägeln der Klangschale entstehen, eingesetzt, sondern auch die Schwingungen selbst, indem man die Schale in der Hand oder an die Fußsohlen hält, sie auf bestimmte Körperpartien stellt, wo sie ihre massierende Wirkung entfalten können.

Das vorliegende Buch beschreibt nicht nur die Herkunft der Klangschalen und die Anwendungsgebiete der Klang-Therapie, sondern erklärt genau, wie ein ausgebildeter Therapeut bei einer Sitzung damit und mit den Bedürfnissen des Patienten umgeht. Anhand dieser Anleitung in Wort und Bild kann man durchaus selbst damit experimentieren und die Klangschale spielerisch erforschen, doch wird empfohlen, einen Kurs zu besuchen – das nimmt etwaige Ängste, man könne etwas falsch machen. Am Ende des Bandes findet man entsprechende Kontaktadressen neben weiterführender Literatur.

Das Buch wird von einer hilfreichen CD ergänzt, die in die Welt der Klangschalen einführt und neben meditativen Klangbeispielen auch zwei Klangreisen anbietet zur Entspannung des Rückens und für einen erholsamen Schlaf. Man kann es sich auf dem Sofa oder dem Bett bequem machen, den Anweisungen der Sprecherin folgen, den Klängen lauschen – wie man es vielleicht auch vom autogenen Training, Yoga und vergleichbaren Meditationsübungen her kennt.

Sicher gehört auch ein wenig Glaube dazu, doch ist erwiesen, dass Klänge und Schwingungen eine positive Wirkung haben können. Gerade wenn man unter Stress und den damit verbundenen Symptomen leidet, könnte die Klang-Massage eine gesunde Alternative zu Medikamenten darstellen. Der Versuch mag ein überraschendes Resultat mit sich bringen.

"Die heilende Kraft der Klangmassage" stellt diese Therapieform ausführlich vor, informiert umfassend über ihre Anwendungsgebiete und erlaubt es dem Leser durch eine verständliche Anleitung, eigene Erfahrungen damit zu sammeln und die Klangmassage für sich zu entdecken. Dank der Begleit-CD ist das Buch nicht nur reine Theorie: Der Leser kann sich eine gute Vorstellung vom Ablauf einer Sitzung machen und sich daran bei seinen ersten Experimenten orientieren. (IS)

Quelle: Rattus Libri 17 rezensiert von Irene Salzmann (IS)

Klang erfahren mit Klang professionell arbeiten

Peter Hess und Christina Koller (Hrsg.)
Klang erfahren mit Klang professionell arbeiten
Verlag Peter Hess, 6/2007
PB, Sachbuch, Gesundheit, Therapie, 978-3-938263-13-6, 190/990
Titelfoto von N. N.
Fotos im Innenteil von Fabian Valentin i. A. d. Instituts für Klang-Massage-Therapie, Uenzen
www.verlag-peter-hess.de, www.klang-massage-therapie.de, www.fachverband-klang.de, www.nepal-importe.de

"Klang erfahren mit Klang professionell arbeiten", so lautete das Motto des 3. Klang-Kongress 2006. Erfahrungsberichte und theoretische Hintergründe liefert das vorliegende Fachbuch, für das die Herausgeber Texte von namhaften Autoren zusammengetragen haben, die Informationen und Anregungen rund um die Klangschalen und ihre praktische Anwendung geben wollen.

Zunächst entwickelte Peter Hess die Klangmassage zur Entspannung und zum Stressabbau. Schon bald fand diese angenehme Form der Förderung des Wohlbefindens zunehmende Akzeptanz bei Therapeuten, Psychologen und Pädagogen, die die positive Wirkung von Klängen und der Klangmassage auf hyperaktive oder überängstliche Kinder, auf Schwangere oder Patienten mit Rückenleiden erkannten - um nur einige Beispiele zu nennen.

Inzwischen unterstützen viele Kindergärten und Schulen mit den aus Asien stammenden Klangschalen spielerisch die Entwicklung des Körper- und des Selbstbewusstseins der Kinder. Psychologen setzen die Instrumente ein, um ihre Patienten zu entspannen und Ängste abzubauen. In der Therapie lindert die Klangmassage Beschwerden und trägt zum Gesundungsprozess bei. Auch im Bereich Wellness sind Klangschalen längst nicht mehr unbekannt.

Die Autoren schildern ihre Erfahrungen und Eindrücke, die sie selber mit Klangschalen und ihrer Anwendung sammelten. Beispiele hinsichtlich der verschiedenen Einsatzmöglichkeiten und ihre Wirkung auf verschiedene Patienten vertiefen die Informationen. Ebenfalls vorgestellt werden Neuentwicklungen wie die Klangmöbel, auf denen Patienten die Töne hören und ihre Schwingungen besonders gut mit dem ganzen Körper fühlen können.

Zu den ausgewählten Themen, die in diesem Buch angeschnitten werden, gehören z. B. "Autogenes Training und Klang", "Leichter Lernen mit Klang", "Klang in der Sterbebegleitung", "Klangmassage bei Schmerzen und psychosomatischen Beschwerden". Daran kann man erkennen, dass die Klangtherapie in nachvollziehbaren Bereichen eingesetzt wird und bei Problemen zu helfen versucht, die jedem bekannt sind.

Natürlich ist die Klangmassage kein Allheilmittel und ersetzt in Krankheitsfällen nicht den Gang zum Arzt. Auch eine Selbsttherapie anhand dieses oder eines anderen Buches sollte man unterlassen, sofern man keine praktische Ausbildung in entsprechenden Kursen genossen hat. Gegen Spaß und Spiel mit Klangschalen ist natürlich nichts einzuwenden.

Zielgruppe dieses informativen Buches ist das ausgebildete Fachpersonal, das seine Kenntnisse erweitern, bzw. diese Therapieform und ihre mannigfaltigen Möglichkeiten kennen lernen will. In Folge schreiben hier Experten für Experten.

Für jene, die nicht vom Fach sind, aber mehr über Klangschalen erfahren möchten, gibt es andere Bücher aus dem Verlag Peter Hess, die eine erste, leicht verständliche Einführung geben. Weiterführende Informationen, Kontaktadressen und Bezugsquellen findet man im Internet. (IS)

Quelle: Rattus Libri 27 von Irene Salzmann, 2007


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